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TECHNIK Türgriffmechanik + Drehfallenschloss (TGM-DFS)



Grundsätzlich sei einmal zu diesem Thema gesagt, es ist nicht wirklich so schwer wie oft beschrieben. Etwas Geduld ist allerdings angesagt. Wer die so nicht hat, sollte sich einen geduldigen Menschen an die Seite stellen. Wenn man weiss wo oder wie man richtig ansetzt, ist es natürlich leichter. Ich habe im Zuge meines 4-fachen Türenumbaues doch einiges dazu gelernt. Die Zeitdauer des Schloßumbaues wurde von Tür zu Tür weniger. Was man aber noch zu beachten hat, dass sich an den Türen im Jahre 1991 doch einiges geändert hat.

Facelift 9.1991 - Türen Vorne & Hinten



Die Spendertüren sind Baujahr 2.1991 und die Meinigen 3.1992. Da die Spendertüren keine Türschloßheizung und demzufolge keine Türgriffaktivierung (anheben des Fahrertürgriffes = Schloßheizung und einschalten des Innenlichtes) hatten, die elektrischen Fensterheber lediglich mit 2 Motorsteuerkabeln nachträglich eingezogen wurden, ich die Audiokabeln der Spiegelhochtöner aus meinem Kabelstrang benötigte, war ich auch gezwungen meinen Kabelbaum zu übernehmen. Damit ergab sich auch der Tausch der Schloßmechanik und der des Drehfallenschloßes.

Alles aber NUR Vorne. Die Hinteren übernahm ich, lediglich der Stecker am Türkabelbaum musste auch umgepinnt werden. Der Spenderkabelbaum war ja aus meinem Baujahr und benötigte den Stecker aus dem Spender 2.1991.

An der Oberkante des Innenbleches musste ein Ausschnitt gemacht werden, sodass auch der Stecker des ZV/Stellmotors an der Drehfalle angebracht werden konnte. Der Stecker vor dem Türmodellwechsel war gewinkelt.

Die danach bekamen einen viereckigen, großen Blockstecker. Die Bohrlöcher meiner (alten) Türen mussten übernommen werden, sowie die Blechpressung (Vertiefung) an den Schraublöchern waren zu entfernen. Und glaubt mir, dass BMW Türenblech hat Super Qualität. Ordentliches Schleifwerkzeug und scharfe (wenn geht, Neue) STAHL BOHRER sind Pflicht. Dann 1 Stunden pro Seite, für dass erste Mal nicht einmal so schlecht. Passte aber dann perfekt. Konnte sogar etwas Kantenschutz aus den alten Türen hierfür übernehmen.





Am Rande sei noch erwähnt, dass sich der Türgriff als solches von Metall nach Kunststoff geändert hat. Man kann aber die Metallteile ohneweiters übernehmen. Sofern man sich die Arbeit des Türgriffwechsels auch antun möchte. Die darunterliegende Dichtung bekommt man aber leider nur in Verbindung mit dem Türgriff. Aber mit etwas Improvisation bekommt man das auch hin. Meine waren etwas rissig aber noch dicht. Innen mit etwas Dichtmasse diese bestreichen reichte völlig aus. Nun wollen wir uns dem Ausbau widmen ...

Sicher gibt es einige Möglichkeiten sich daran zu wagen, aber nur EINE wirklich vernünftige ... Die Türgleitschiene an der Schloßseite (Fahrerseite Links + Beifahrerseite Rechts) sind mit auszubauen. Nur so können beide Teile - Türgriffmechanik + Drehfallenschloß - auch platzbedingt mit wenig Aufwand auch ausgebaut werden.

Die Türgleitschienen sind mit einem 30er Torx jeweils an der Unterseite geschraubt, dann lassen sich diese zur Türmitte klappen und dabei oben aushängen. Das jeweilige Fenster muss natürlich dabei geschlossen sein. Um an die Schrauben zu kommen, muß man an der Unterseite der Schiene, ca. 5cm das Textilführungsteil herausziehen. Dann sieht man auch schon die Schraube.





Nun beginnen wir einmal die Türgriffmechanik von den Sicherungen und Kleinteilen zu befreien. Dazu gibt es an der Stirnseite (Innenseite die zur Türrasten zeigt) der jeweiligen Türe eine Kunststoffabdeckung, die wir nun aushebeln. Dann sieht man auch den Riegel der Mechanik, welcher die Äußere und mit 4 Haltenasen eingehängte Türgriffabdeckung gegen Fremdeinflüsse sichert. Dieser Riegel wird nun mit einem Schraubenzieher nach innen gedrückt. Sofern die Türgriffabdeckung nicht mit Ihrer Dichtung an der Türe festklebt, fällt einem die schon fast entgegen. Die Abdeckung muss von unten zu einem hin beginnend hochgeklappt und dann an der Oberseite ausgehängt werden. Beim Wiedereinbau braucht man einen Haken, um den Riegel fassen und damit auch wieder zu sich ziehen zu können. Klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht. Eine Taschenlampe dafür ist aber schon hilfreich.





Dann sieht man schon das Zylinderschloß und die Befestigungsteile der ganzen Mechanik. Jetzt müssen wir damit keine Kratzer an der Tür entstehen können, den ganzen Türgriffbereich mit einem Klebeband abdecken. Den Türgriff selbst natürlich auch, so werden Kratzer an der Türinnenseite bei dem Ausbau und Einbau auch vermieden.





Bei den Baujahren bis 8.1991 befindet sich eine 20er Torx Schraube, bei meinem Modell Baujahr 3.1992 hat man eine Blindschraube (unter dem Kopf einen Vierkant) welche von der Rückseite, also im Inneren der Türe gegenverschraubt ist (10er Schlüssel). Für den genuteten Gewindering des Schließzylinders gibt es sicher ein Spezialwerkzeug. Ich habe dafür eine Spitzzange genommen, mit welcher das Abschrauben des Ringes einwandfrei funktionierte. Wenn es festsitzen sollte, dann etwas Rostlöser drauf und etwas warten. Aber es ging auch so.













Sind einmal diese Sicherungen entfernt, stecken wir die elektrischen Anschlüsse an der Mechanik ab. Je nach Ausstattung können das bis zu 3 Stecker an der Fahrerseite Vorne sein ... an der Beifahrerseite befindet sich dazu NUR der gelbe Stecker der ZV/X742.





An den hinteren Türen gibt es diese Stecker an der Türgriffmechanik nicht, lediglich die Anschlußstecker der ZV/Stellmotoren an dem Drehfallenschloß. Fahrerseite Hinten X644 6-pins, schwarz und Beifahrerseite Hinten X646 6-pins, schwarz.







Ausbau der Türgriffmechanik

Hier muss man darauf achten, dass man sich nicht in der oben befindlichen Glasscheiben-Halteschiene einhängt. Ist mir gelungen und hatte mich mehr als 30 Min. gekostet, diese freizubekommen. Damit musste man wieder in die Einbaustellung zurück usw. Das Fenster im geöffneten Zustand kann man vergessen, so wird nämlich der Ausbauort verdeckt. Fenster geschlossen halten !!!





Man beginnt einmal, das Ganze von Außen nach Innen zu bewegen. Ein leichtes anheben des Türgriffes ist dafür notwendig, um an dem Blechausschnitt vorbei zu kommen. Eine etwas geduldige und fummelige Arbeit. Zu zweit tut man sich mit gegenseitiger Ansage der momentanen Lage schon leichter. Wichtig ist nur, einmal den Türgriff nach innen zu bekommen und dann das Zylinderschloß auch aus seinem Einbauort ausfädeln zu können. Dieser Vorgang erfordert hier etwas Fingenspitzengefühl. Sobald die Mechanik nach innen gelangt ist, diese nun vorsichtig in Richtung Motorraum bewegen. Aber nur soviel, bis die ganze Einheit aus dem Türblechbereich gezogen ist. Dann sofort nach unten Richtung Drehfallenschloßeinbauort entnehmen. Klingt alles etwas knifflig, aber glaubt mir, bei der Beifahrerseite geht es dann schon wesentlich schneller.





Die Drehfalle ist dazu nicht wirklich kompliziert. An der Stirnseite der Türe die Gummidichtung in Höhe des Schlosses abziehen, darunter verbirgt sich ebenfalls eine 30er Torx Schraube. An der Türinnenseite ebenfalls zwei 30er. Dann lässt sich das ganze schon zur Türmitte bewegen, die Ent-/Verriegelungshaken des Türpins aushängen und beides kann nun entnommen werden.











Anmerkungen



Beachtet auch bitte dass dies alles nur auf meine persönliche Meinung und Erfahrung basiert. Für etwaige Schäden die durch diese Anleitung entstehen, seit Ihr ausschließlich alleine dafür verantwortlich. Verbesserungen und Meinungen sind dazu jederzeit herzlichst willkommen. Postet es in dem E34 Thread, der Link befindet sich am Ende der Seite. Änderungen und Updates zu dieser Anleitung werden von mir laufend dazu angepasst und eingepflegt. Auch ich bin nicht vollkommen aber immer darum bemüht, mein Wissen und Erfahrung dessen mit euch auch zu teilen. In dem Anhang findet Ihr noch einige hilfreiche Bilder ...

Als dann viel Spass bei der Bastelei ... wie immer Liebe Grüße aus Wien ... Andreas























































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